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Museumskiste bietet Einblicke in die Steinzeit

Erzieherfortbildung im Heimatmuseum

Ende Oktober hatten sich zehn Erzieherinnen aus sechs Raunheimer Kindertagesstätten im Heimatmuseum zu einer Fortbildung getroffen, um mit der Sozialpädagogin Elke Fleißig Führungen und museumspädagogische Angebote für die Kinder zu erarbeiten. Jetzt folgte der dritte Tag, an dem die pädagogischen Fachkräfte ihr Wissen zu den Themenfeldern Steinzeit sowie Kindheit um 1900 erweiterten und vertieften.

Dies geschah ganz praxisnah, denn die Erzieherinnen erlebten, wie arbeitsintensiv es für die Menschen der Steinzeit war, mit einem damaligen Bohrer ein Loch zu bohren. Unter der fachkundigen Anleitung von Elke Fleißig bauten die Teilnehmerinnen einen Steinzeitbohrer. Er besteht aus einem angespitzten Rundholz, das mit Hilfe eines gebogenen Astes und einer Schnur in eine Drehbewegung versetzt wird. Durch die Reibung lässt sich auf diese Weise ein Holzbrett anbohren. Mit dem Steinzeitbohrer können ab jetzt die Jungen und Mädchen der Kindertagesstätten Arche Noah, Drachenland, FarbenFroh, Schatzkiste, Regenbogen und Zauberhäuschen hantieren und unmittelbare Erfahrungen mit dem Leben in der Steinzeit machen.

Nina Finkernagel, die von Seiten der Stadtverwaltung für das Museum zuständig ist, hat für die Kinder, die mit einer angemeldeten Gruppe ins Heimatmuseum kommen, eine Museumskiste rund um die Steinzeit vorbereitet. Deren Inhalt ergänzt die Exponate der Dauerausstellung um Replikate sowie andere Gegenstände zum Anfassen: Mammut, Höhlenbär und Smilodon als Spieltiere warten darauf, entdeckt zu werden. Illustrationen vom Leben in der Steinzeit sowie die Werkzeuge Faustkeil, Messer und Speerspitze lassen die Kinder Erfahrungen mit dem Leben vor vielen tausend Jahren machen. Auch Pyrit, den man zum Schlagen von Feuer verwendet hat, befindet sich in der Museumskiste.

Der zweite Themenkomplex am dritten Fortbildungstag war die Kindheit um 1900: Elke Fleißig gab viele Hintergrundinformationen rund um die Schwerpunkte Spiele, Kleidung und Gendererziehung. Mit diesem Wissen lassen sich von den Erzieherinnen Angebote entwickeln, die sie mit den Kindern im Themenraum Alltag umsetzen können.

Damit die Fortbildung langfristig Früchte trägt, planen die Teilnehmerinnen sowie die Referentin Elke Fleißig und Nina Finkernagel einmal jährlich ein Treffen im Heimatmuseum. Diese Netzwerktreffen dienen dazu, sich auszutauschen sowie neue Themen für die museumspädagogische Arbeit mit den Kita-Kindern zu erarbeiten. "Aktuell wird das Museum von den Kindertagesstätten rege besucht, Termine sind bereits Wochen im Voraus vergeben", freut sich Finkernagel über die Resonanz aus den Betreuungseinrichtungen.




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