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Interkommunale Zusammenarbeit im Kreis Groß-Gerau

Über 100.000 EUR Fördermittel des Landes Hessen freuten sich die Verantwortlichen des interkommunalen Vergabezentrums für den Kreis Groß-Gerau anlässlich der Bescheid-Übergabe durch den Hessischen Innenminister Peter Beuth im Rathaus Raunheim. Stellvertretend für die Kooperation der Kommunen und des Kreises nahmen der Raunheimer Bürgermeister Thomas Jühe, Landrat Thomas Will und die Leiterin der IKZ-Lenkungsgruppe, Marion Götz, den Bescheid entgegen.

Zehn Städte und Gemeinden und der Kreis Groß-Gerau hatten sich zu Jahresbeginn in einer öffentlich-rechtlichen Vereinbarung zusammengeschlossen, um ab Juli 2017 ihre Auftragsvergaben gemeinsam zu organisieren und hierdurch vielfältige Vorteile zu erzielen. Beteiligt an diesem wegweisenden Verbund sind die Städte und Gemeinden Biebesheim am Rhein, Bischofsheim, Büttelborn, Ginsheim-Gustavsburg, Kelsterbach, Mörfelden-Walldorf, Nauheim, Raunheim, Riedstadt und Trebur sowie der Kreis Groß-Gerau, in dessen Verwaltung das neue Vergabezentrum angesiedelt ist. Der Gesamtprozess zur Bildung des interkommunalen Zentrums wurde von der Geschäftsstelle des kreisweiten IKZ-Prozesses im Rathaus Raunheim in Zusammenarbeit mit den Verantwortlichen des Kreises und der Städte und Gemeinden organisiert.

Weniger Verwaltungsaufwand, geringere Kosten, Rechtssicherheit

Innenminister Peter Beuth lobte die interkommunale Initiative im Kreis Groß-Gerau, einem "Kernland der IKZ" in Hessen, wie er mit Blick auf weitere erfolgreich entstandene Kooperationen in den letzten Jahren anerkennend anmerkte. "Die gemeinsame Organisation des Vergabemanagements reduziert nicht nur in hohem Maße Verwaltungsaufwand der Kommunen, sondern spart zusätzlich durch die günstigeren Preise bei höheren Beschaffungsmengen auch erhebliche Kosten. Zudem ist mit dem dort konzentrierten Know-how die qualitätsvolle Durchführung der Verfahren in einem Rechtsgebiet, das immer komplizierter wird, gewährleistet", sagte Beuth. Der Minister freute sich auch über den Multiplikator-Effekt, der mit den Fördermitteln des Landes für die interkommunale Zusammenarbeit erreicht werde. So erzielten die Kommunen durch die geförderten Kooperationen regelmäßig ein Mehrfaches der bewilligten Summe dauerhaft an Einsparungen.

Bürgermeister Thomas Jühe und Landrat Thomas Will dankten Minister Beuth für die Fördermittel und allen Verantwortlichen für ihre engagierte Arbeit, die das Gelingen des anspruchsvollen Gemeinschaftsprojekts ermöglicht habe. Sie blickten zurück auf die Anfänge des IKZ-Prozesses im Kreis Groß-Gerau im Jahr 2013 und dankten Marion Götz, Fachbereichsleiterin Zentrale Dienste und Finanzen bei der Stadt Raunheim, die hier als "Dirigentin" von Beginn an die Zusammenarbeit der 14 Städte und Gemeinden und des Kreises koordiniert habe und die zahlreichen IKZ-Projekte begleite oder leite.

Erfolgreicher Start des Vergabezentrums - Impuls für soziale und ökologische Standards

Landrat Thomas Will berichtete über den erfolgreichen Start des Vergabezentrums, der dank der Vorarbeit aller Beteiligten vollends reibungslos verlaufen sei. "Weniger Verwaltungsaufwand, geringere Kosten - so wird das Vergabezentrum im Auftrag der Rathäuser und des Kreises künftig Beschaffungen für diese durchführen. Schön, dass die Zusammenarbeit sehr gut funktioniert", sagte Will. Seit Juli wurden bereits diverse Unterstützungsleistungen für Vergabeverfahren der angeschlossenen Kommunen und des Kreises erbracht. Von hohem Nutzen ist die zentrale Organisation des Beschaffungswesens nach Einschätzung von Landrat Will auch für ein weiteres wichtiges kreisweites Ziel: die Einbeziehung sozialer und ökologischer Standards in die kommunalen Auftragsvergaben. Um diese voranzubringen, hatte der Kreis im Frühjahr eine eigene Fachkraft eingestellt. Diese wird nun in enger Zusammenarbeit mit dem Vergabezentrum die Kommunen und den Kreis beraten und in verschiedener Weise unterstützen.

Weitere kreisweite IKZ-Projekte in Bearbeitung

Marion Götz, Leiterin der IKZ-Lenkungsgruppe, freute sich, dass ein weiteres Mal eine vorbildhafte Initiative der interkommunalen Zusammenarbeit im Kreis Groß-Gerau mit Fördermitteln des Landes gewürdigt wurde. Die besondere Dichte der in den letzten Jahren erreichten Ergebnisse auf unterschiedlichsten Aufgabenfeldern bestätige den 2013 hier eingeschlagenen Weg: den Anstoß eines zentral organisierten kreisweiten Prozesses, um die Zusammenarbeit der Städte und Gemeinden nachhaltig - und mit dem Kreis auch Ebenen übergreifend - auszubauen. "Unsere zentrale Arbeitsorganisation ermöglicht uns ein kreisweit flächendeckendes und systematisches Vorgehen auf dem komplexen Feld der interkommunalen Zusammenarbeit. Dabei untersuchen wir nach und nach alle Aufgabenfelder der Verwaltung in interkommunalen Projekten auf mögliche Vorteile einer Zusammenarbeit und setzen die Kooperationen danach um, wo dies sinnvoll ist", so Götz. Aktuell arbeiteten in diesem Rahmen kreisweite Projektgruppen bereits an weiteren Themen mit "IKZ-Potenzial", z.B. im Streusalzmanagement, bei der Klärschlammverwertung und einem zentralen Zukunftsthema aller Verwaltungen bundesweit: dem E-Gouvernement.

Raunheim, 6.9.2017

Ansprechpartnerin für die IKZ-Lenkungsgruppe:
Marion Götz - c/o Stadt Raunheim,
Fachbereichsleiterin Zentrale Dienste und Finanzen
m.goetz@raunheim.de - 06142 / 402-216
Weitere Informationen unter http://www.ikz.imkreisgg.de




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