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Kommunales Vergabezentrum startet am 1. Juli

Am 1. Juli nimmt das neue interkommunale Vergabezentrum für den Kreis Groß-Gerau seine Arbeit auf. Zehn kreisangehörige Städte und Gemeinden und der Kreis werden mit seiner Hilfe künftig ihre Beschaffungen gemeinsam organisieren und hierdurch vielfältige Vorteile erzielen. Biebesheim am Rhein, Bischofsheim, Büttelborn, Ginsheim-Gustavsburg, Kelsterbach, Mörfelden-Walldorf, Nauheim, Raunheim, Riedstadt und Trebur sowie der Kreis Groß-Gerau sind an der gemeinsamen Vergabestelle beteiligt. Standort des Zentrums ist die Kreisverwaltung in Groß-Gerau.

In den vergangenen Monaten haben die verantwortlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltungen die Details der Zusammenarbeit abgestimmt. Vorangegangen war die Unterzeichnung der öffentlich-rechtlichen Vereinbarung zur Bildung des "Kommunalen Vergabezentrums" durch die Bürgermeister und den Landrat im Februar 2017.

Weniger Verwaltungsaufwand, geringere Kosten


Die künftige gemeinsame Organisation des Vergabemanagements reduziert in erheblichem Umfang Verwaltungsaufwand und spart hohe Kosten. So wird das Vergabezentrum im Auftrag der Rathäuser und des Kreishauses künftig gemeinsame Beschaffungen für diese durchführen. Dies bedeutet, dass z.B. beim Einkauf von Papier, Büromaterial, Hygieneartikeln, Gebrauchsartikeln des Gebäudemanagements, der Bauhöfe, der Grünpflege u.v.m. nicht mehr in jeder der elf Kreiskommunen Beschäftigte jeweils einzeln den Aufwand eines Beschaffungsverfahrens betreiben müssen.

Stattdessen wird dies künftig zentral von einer Stelle aus - dem Vergabezentrum - in ihrem Auftrag erfolgen. Hierdurch sparen die Kommunen Verwaltungsaufwand im Umfang von jährlich insgesamt mehr als 500 T€. Zusätzlich können sie Einsparungen in Höhe von mehr als 100 T€ im Jahr durch höhere gemeinsame Beschaffungsmengen erzielen. Dies haben bereits mehrere erfolgreiche gemeinsame Vergabeverfahren in den vergangenen drei Jahren bewiesen.

Darüber hinaus können die am Vergabezentrum beteiligten Kommunen bei ihren vielfältigen Bauvorhaben und anderen Einzelbeschaffungen (z.B. Feuerwehrfahrzeuge, Wartungsarbeiten) individuell die Dienstleistungen des Vergabezentrums in Anspruch nehmen. Auch unterstützt das Zentrum die Verwaltungen bei der Berücksichtigung ökologischer und anderer nachhaltiger Kriterien in ihren Beschaffungen - ein Thema, das überall mehr und mehr an Bedeutung gewinnt.

Rechtssicherheit, qualifizierte Unterstützung, effizienterer Personaleinsatz

Die Spezialisierung des Personals im Kommunalen Vergabezentrum führt zudem zu einem hohen Maß an Routine und Rechtssicherheit. In den Stadt- und Gemeindeverwaltungen waren demgegenüber bislang zahlreiche Beschäftigte häufig nur temporär und mit geringen Zeitanteilen mit Auftragsvergaben befasst und mussten sich dann immer wieder neu in die aktuellen Anforderungen einarbeiten oder eine kostenintensive externe Beratung einkaufen. Diese Zeitanteile können die Mitarbeiter/innen künftig für andere Aufgaben einsetzen, die Finanzmittel können eingespart oder für andere Zwecke sinnvoller verwendet werden. Auch das Problem des Personalausfalls z.B. durch Krankheit oder Urlaub stellt sich künftig für die beteiligten Städte und Gemeinden nicht mehr. Sie können jederzeit das Know-how des Vergabezentrums in allen Fragen rund um das Beschaffungswesen in Anspruch nehmen. Zudem müssen sie nicht mehr zahlreiche Mitarbeiter zeitaufwendig für nur wenige Vergabeverfahren im Jahr im komplexen Vergaberecht aus- und fortbilden.

Die Finanzierung des Kommunalen Vergabezentrums erfolgt über eine Umlage durch die beteiligten Städte und Gemeinden und den Kreis Groß-Gerau. Das Land Hessen hat aufgrund seines Modellcharakters eine Förderung in Höhe von 100.000 EUR für den interkommunalen Verbund in Aussicht gestellt.

Ansprechpartnerin für die IKZ-Lenkungsgruppe:
Marion Götz - c/o Stadt Raunheim,
Fachbereichsleiterin Zentrale Dienste und Finanzen
m.goetz@raunheim.de - 06142 / 402-216




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