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Klinikum übernimmt Arztpraxen

Medizinische Nahversorgung in Raunheim bleibt somit gewährleistet

"Die Raunheimer brauchen sich keine Sorgen zu machen: Die medizinische Nahversorgung ist auch weiterhin gewährleistet", sagt Bürgermeister Thomas Jühe. Das GPR Medizinische Versorgungszentrum Rüsselsheim, einhundertprozentige Tochter der GPR Gesundheits- und Pflegezentrum Rüsselsheim gemeinnützigen GmbH (GPR), übernahm zum 1. Juli die beiden in der Ringstraße 107 im Stadtzentrum befindlichen Arztpraxen für Frauenheilkunde und für Innere Medizin. "Für die Patientinnen und Patienten ändert sich durch den Wechsel nichts", erklärt Michael Nelles, Prokurist beim GPR. Die kassenärztliche Vereinigung hat dem Vorhaben zugestimmt.

Aus Altersgründen
Anlass für die Veränderung war die Suche nach einem Nachfolger für den Frauenarzt Dr. Erwin Reiss, der zum 30. Juni in Ruhestand geht, und auch für den Internisten Petar Matanovic, der in absehbarer Zeit gleichfalls aus Altersgründen mit der Arbeit aufhören wird. Bis das so weit ist, wird Petar Matanovic als Angestellter des GPR die Praxis weiterführen. Das Gleiche gilt für die Frauenärztin Heike Karin Zajonz, die bisher die Praxis mit Dr. Reiss zusammen betrieben hat. Für den scheidenden Reiss hat das Klinikum mit Irina Kluge eine Nachfolgerin gefunden.

Wirtschaftliches Risiko
"In der heutigen Zeit ist vielen Ärzten das wirtschaftliche Risiko zu groß, sich selbstständig zu machen", erläutert Michael Nelles. "Insbesondere bei Abrechnungen und anderen Verwaltungsarbeiten bringt es Synergien, ein Unternehmen im Rücken zu haben." Das GPR hat im Februar 2009 in ähnlicher Situation in Nauheim erstmals eine Praxis für Frauenheilkunde und Geburtshilfe übernommen. "Die guten Erfahrungen haben uns darin bestärkt, diesen Weg dort weiter zu verfolgen, wo die medizinische Nahversorgung sonst anders nicht zu gewährleisten wäre."

Unbefristete Verträge
Das GPR hat mit der Stadt Raunheim unbefristete Mietverträge für die zwei Arztpraxen abgeschlossen. "Auch im Zuge des Rathaus-Neubaus und der Umnutzung des Stadtzentrums werden wir eine Lösung finden, wo die beiden Praxen untergebracht werden können", versichert Bürgermeister Jühe. "Möglicherweise lässt sich der Standort in der Ringstraße sogar zu einem Ärztezentrum ausweiten."

Viele junge Familien
Prokurist Nelles dankt der Stadt Raunheim für deren Unterstützung: "Man merkt, dass die Verantwortlichen sehr daran interessiert sind, dass die medizinische Nahversorgung in der Stadt gewährleistet bleibt." Bürgermeister Jühe unterstreicht das: "Als eine Stadt mit einem sehr hohen Anteil an jungen Familien ist es besonders wichtig, dass vor Ort ein Angebot zur medizinischen Geburtshilfe besteht." Mit dem Klinikum aus der Nachbarstadt Rüsselsheim hat Raunheim bereits an anderer Stelle gute Erfahrungen gemacht: Das GPR ist seit 2007 als Träger für die Raunheimer Sozialstation zuständig.




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