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Interkommunale Friedhofsverwaltung: Zusammenarbeit macht sich bezahlt


"Effizienter kann interkommunale Zusammenarbeit kaum sein." So kommentierten die Rathauschefs aus Rüsselsheim am Main, Raunheim und Kelsterbach die Bilanz ihrer gemeinsamen Friedhofsverwaltung, die sie im Rahmen ihrer Kooperation "Drei gewinnt" 2015 an den Start gebracht haben. Seither hat die gemeinsame Friedhofsverwaltung nicht nur erhebliche Kosten eingespart, sondern auch ihr Angebot um zusätzliche Bestattungsarten erweitern können.

"Schon für die Stadt Rüsselsheim am Main allein betrachtet, zahlt sich die Zusammenarbeit aus. Im Vergleich zu 2011 konnten wir die Rüsselsheimer Bilanz für das Friedhofs- und Bestattungswesen deutlich verbessern. Damals entstanden Kosten in Höhe von mehr als einer Million Euro. Nachdem wir durch eine Anhebung der Gebühren 2013 diese Kosten halbiert haben, konnten wir dank weiterer Maßnahmen auch im Rahmen der IKZ dafür sorgen, dass 2015 die Kosten nur noch bei rund 91.000 Euro lagen. Das ist ein großartiges Ergebnis, das beweist, wie echtes Sparen gelingen kann", betont Rüsselsheims Oberbürgermeister Patrick Burghardt.

Für ihr IKZ-Projekt haben die drei Städte einen Landeszuschuss von 75.000 Euro für die Vorbereitung und Umsetzung der Zusammenführung ihrer Friedhofsverwaltungen erhalten. "Mit dem Drei-gewinnt-Projekt waren Rüsselsheim, Raunheim und Kelsterbach 2015 Vorreiter bei der Interkommunalen Zusammenarbeit im Bereich Friedhofswesen in Hessen. Vom Landeszuschuss, den wir für die Zusammenführung der drei Friedhofsverwaltungen erhalten haben, bleibt sogar ein Restbetrag von mehr als 42.000 Euro. Wir konnten das Projekt fast ausschließlich mit eigenem Personal stemmen, mit Ausnahmen der Vertragsgestaltung waren keine externen Dienstleister als Prozessbegleitung nötig", sagt Raunheims Bürgermeister Thomas Jühe. Die Summe wird anteilig mit den Beteiligungskosten der Städte verrechnet.

"Das Zusammenlegen unserer Kompetenzen bringt insbesondere bei den Personalkosten erhebliche Ersparnisse, da nicht mehr für die gleichen Aufgaben in allen Städten Personal vorgehalten werden muss. Für alle drei Städte ergibt sich aus Einsparungen für Personal und Sachkosten eine Summe in Höhe von mehr als 160.000 Euro jährlich", sagt Kelsterbachs Bürgermeister Manfred Ockel.

Mit Start des IKZ-Projekts hat die Stadt Rüsselsheim zudem durch verschiedene Maßnahmen bei ihrem Friedhofsbudget Kosten eingespart. So hat die Friedhofsverwaltung die Ausgaben für Grünpflege optimiert, auch mit den Mittel für die Neukonzeption der Rüsselsheimer Friedhöfe und den Haushaltsmitteln für laufende Kosten wurde sparsam umgegangen. Die zahlreichen Kühlzellen auf den Rüsselsheimer Friedhöfen wurden auf Einzelmodus umgestellt, die nur noch bei Belegung in Betrieb sind, wodurch sich Rüsselsheim nicht nur finanziell sondern auch ökologisch verbessern konnte. Zudem hat Rüsselsheim zusätzliche Einnahmen generiert durch neue Beisetzungsarten, die erfolgreich in das Bestattungsprogramm aufgenommen wurden. Ohne dieses Angebot wären für viele Beisetzungen andere Friedhofstandorte gewählt worden. Seit 2013 gab es in diesen neuen Beisetzungsarten rund 160 Urnenbeisetzungen am Baum, in Rasengräbern und Urnenrondell, die zudem mit geringeren Investitionen für Urnenstelen verbunden sind. Ein weiterer Erfolg ist die Einrichtung muslimischer Gräberfelder für Bestattungen.




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