Quick-Navigator:
Suche:
Startseite > Kranke Blutbuche am Friedhof muss im Herbst gefällt werden 

Kranke Blutbuche am Friedhof muss im Herbst gefällt werden

Erich Schick, Vorsitzender des Heimatvereins, hatte es im September 2012 im Rahmen eines Vortrags über Naturdenkmäler in Raunheim bereits anklingen lassen: Die große Blutbuche am Friedhofseingang sei krank. Es stehe zu befürchten, dass man sie fällen muss. Nun hat sich seine Prognose bewahrheitet. Wie die Stadtwerke Raunheim mitteilen, wurde der vermutlich 1752 gepflanzte Baum von Experten gründlich untersucht. Wenn überhaupt - so das Ergebnis - könne man ihn nur unter Aufbringung erheblicher finanzieller Mittel und dann auch nur für maximal zwei bis drei Jahre am Leben erhalten.

Nach ausführlichen Beratungen mit der Unteren Naturschutzbehörde, die für Pflege und Erhalt der Naturdenkmäler verantwortlich ist, wurde nun erkannt, dass die Blutbuche aufgrund des schnellen Voranschreitens des Absterbens maßgeblicher Teile des Baumes bereits im Herbst 2013 gefällt werden muss. "Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht. Denn dieser Baum ist ein beeindruckendes und schützenswertes Naturdenkmal. Für viele Raunheimer ist die Blutbuche eine Art emotionaler Anker, der mit wertvollen Erinnerungen verknüpft ist", so Bürgermeister Thomas Jühe.

Doch nach sorgfältigem Abwägen des Für und Wider sei klar geworden, dass man den Tatsachen ins Auge sehen müsse: Der Baum steht an einer stark frequentierten Stelle, an der die Mehrzahl der Friedhofsbesucher vorbeikommt. Um Gefahren durch herabfallende Äste oder Kronenteile sicher vermeiden zu können, verbleibe allein die Fällung des aufgrund von Pilzbefall absterbenden Baum-Methusalems.

Nach Expertenmeinung kann selbst ein radikaler Rückschnitt der vielen befallenen Stellen den Baum nicht retten. Zum einen sei die Buche danach rein optisch nur noch eine Art Gerippe. Zum anderen wäre das Stamm- und Astholz direkter Sonneneinstrahlung ungeschützt ausgesetzt - was bei Buchen unweigerlich zu weiteren Schädigungen führt.

Einig sind sich alle Beteiligten darüber, dass sofort für adäquaten Ersatz gesorgt werden soll. Ein standortgerechter, heimischer Großbaum von mindestens 7 Metern Höhe wird in unmittelbarer Nähe des bisherigen Baumstandortes gepflanzt. Dieser werde den Raunheimern dann über die Jahrzehnte hoffentlich genauso ans Herz wachsen wie die Blutbuche, wünscht sich der stellvertretende Betriebsleiter der Stadtwerke, Florian Walther.

Thomas Jühe bedauert sehr, dass mit der Blutbuche auch ein Stück Raunheimer Geschichte aus dem Stadtbild verschwinden wird. Doch sei er gleichzeitig davon überzeugt, dass bei allem Respekt vor der Vergangenheit die Gestaltung der Zukunft Priorität habe. "Wäre die Blutbuche langfristig zu erhalten, dann würden wir dafür selbstverständlich auch die nötigen Mittel aufbringen. So aber bleibt uns keine andere Wahl. Der Baum ist so krank, dass er für die Friedhofsbesucher eine Gefahr darstellt. Das darf ich nicht zulassen", erklärt Jühe.





© Stadt Raunheim | Sitemap

Stadt Raunheim
Am Stadtzentrum 1 | 65479 Raunheim | Tel.: 0 61 42 / 40 20 | info@raunheim.de
  OK  
Cookies ermöglichen eine bestmögliche Bereitstellung unserer Dienste. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung