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Stadtplan


Präventionsinitiative - Gestalten statt zerstören


Hintergrund
 
Die durch das Stadtteilbüro initiierten Projekte und Maßnahmen insbesondere im Kinder- und Jugendbereich verfolgen konsequent den Handlungsansatz einer präventiven und mit den Akteuren abgestimmten Netzwerkarbeit.
So bewährt sich z.B. im Bereich der Kriminalprävention seit Jahren das Raunheimer Netzwerk gegen Kriminalität und Gewalt, in dem Vertreter der Polizei, der Schulen, der Jugendgerichts- bzw. Bewährungshilfe und Stadtteilbüro zusammenarbeiten, um Straftaten im weitesten Sinne zu verhindern, bevor sie überhaupt begangen werden.
 
Vandalismus, Zerstörung und Beschädigung öffentlicher Flächen und Anlagen stellt in Raunheim - anders als in anderen Kommunen und Städten - kein ausgemachtes Problem dar. Dies ist aus unserer Sicht auch auf unser strategisches Vorgehen der Einbeziehung der Kinder und Jugendlichen beim Bau bzw. der Herstellung "ihrer" Anlagen wie vieler Spielplätze oder der Raunheimer Freisportanlage (hier beteiligten sich bei Bauwochenenden bis zu 200 Kinder) zurückzuführen.
 
Einzelne Fälle von Verschmieren / Bemalen öffentlicher Flächen veranlassten uns zum Start unserer Präventionsinitiative, um unseren Ansatz nachhaltig zu vertiefen und das Bewusstsein der Kinder und Jugendlichen zum Erhalt ihrer Umwelt zu festigen.
 
 
Projektinhalt
 
Im Rahmen der Präventionsinitiative soll den Kindern und Jugendlichen einerseits verdeutlicht werden, wann sich ihr Handeln zu einer Straftat entwickelt (z.B. Bemalen von Spielgeräten mit Eddingstiften), und welche Konsequenzen sich daraus für sie und ihre Eltern ergeben.
Gemeinsam möchten wir hier in einer Säuberungsaktion z.B. in den Ferien Spiel- und Aufenthaltsplätze von Schmierereien befreien, was wiederum bei den beteiligten Kindern für nachhaltiges Bewusstsein und aktives Eintreten zum Bewahren der Einrichtungen führen soll.
Zum anderen möchten wir mit den Jugendlichen ausgewählte Flächen und Bereiche Raunheims künstlerisch gestalten, ihnen die Möglichkeit geben, ihre Kreativität zu entdecken und zu entfalten und durch aktives Mitgestalten ihrer Stadt Identifikation, Zugehörigkeits- und Verantwortungsbewusstsein stärken.
 
 
Projektbeteiligte
 
Am Projekt beteiligt sind 
  • Beide Raunheimer Schulen - Anne-Frank-Schule und Pestalozzischule - Hier erfolgt die Aufklärung zum Thema "Straftaten und Kriminalität vermeiden / vorbeugen"
  • Vertreter der Polizei - Sie führen die Veranstaltungen an den Schulen durch
  • Die Stadtwerke Raunheim - Sie unterstützen mit Gerätschaft zum z.B. reinigen und grundieren großer Flächen wie Unterführungen (Hochdruckreiniger)
  • Mitarbeiter des FB III der Stadtverwaltung - Sie sind behilflich bei der Auswahl der zu gestaltenden Flächen
  • Mitarbeiter des Ordnungsamtes - Sie begleiten die Maßnahme im Rahmen der zu wahrenden Sicherheitsaspekte (Sicherung der Einsatzbereiche bei der Flächengestaltung)
  • Der Streetworker der Stadt Raunheim - Er organisiert die Gemeinschaftsreinigungsaktionen und die Kreativaktionen zusammen mit den Kindern und Jugendlichen
  • Raunheimer Vereine - Sie werben bei ihren jugendlichen Mitgliedern um Teilnahme an den Maßnahmen
  • Sponsoren - Die Finanzierung von Reinigungsmaterial, Farben, Sprühdosen und Verpflegung der Teilnehmer erfolgt weitgehend über Sponsoring, u.a. durch das Hessische Landesamt für Umwelt und Geologie (HLUG).




Projektablaufplan
 
Die Arbeitsgruppe bestehend aus Vertretern der Polizei, der Schulen, des Ordnungsamtes sowie des Bauamtes, des EB Stadtwerke sowie des Stadtteilbüros hat in einem ersten Treffen die Rahmenbedingungen für die Projektinitiative gemeinsam festgelegt.
 
Aufklären und Vorbeugen
Polizei und Schule klären intern, wie die aufklärende Präventionsarbeit durch die Polizei im Schulalltag optimal integriert werden kann.
AG-Angebote am Nachmittag, eine Beteiligung an der jährlichen Projektwoche oder ein Platzieren im Klassenrat, der in jeder Klasse wöchentlich abzuhalten ist.
Am 11.02.2010 wurde damit begonnen an der Anne-Frank-Schule die Schüler (7-9 Klasse) für die Thematik zu sensibilisieren. Denn bei den Sachbeschädigungen handelt es um einen Straftatbestand, bei dem Verursacher, Mittäter und Anstifter unter Umständen nicht nur mit einer Geld-, sondern auch zu einer Haftstrafe verurteilt werden können. 
 
Säuberungsaktion / Kreatives Gestalten ausgesuchter Flächen
Die groß angelegte Aktion zum Reinigen und Entfernen von Schmierereien an Spielgeräten und öffentlichem Eigentum erfolgt zeitlich vor dem Gestalten der Flächen, da hier teilweise Vorarbeiten zu leisten sein werden, bei denen wir auf die Unterstützung der Stadtwerke angewiesen sind.
Zur Reinigungsaktion und zu ersten Sprüh- und Malprojekten an ausgesuchten Flächen wurde bereits in die Herbstferien 2009 an der Spiel- und Freizeitanlage am Stresemannplatz in Angriff genommen. Weiteren Aktionen folgten am Trafo-Häuschen des Überlandwerks Groß-Gerau (ÜWG) mit einem farbenfrohen Graffiti mit einer exotischen Landschaft mit Palmen und den dazu gehörenden Vögel.
 
Die Aktion wurde vom ÜWG, dessen Sprecher Herr Marc Andre` Glöckner sich vom Ergebnis überzeugte, finanziell unterstützt. Die Garagenwände der Gemeinnützigen Wohnungsgesellschaft Hessen (GWH) Raunheim, unter die Leitung von Herrn Michael Back wurden in ein farbenfrohes Graffiti-Kunstwerk durch die Jugendlichen gestaltet.
Das Hessische Landesamt für Umwelt und Geologie (HLUG) erteilte die Erlaubnis, die Luftmessstation in Raunheim zu gestalten. Für die wirklich sehenswerte Gestaltung der Raunheimer Station an der Pestalozzischule, eine der ersten in Hessen, mit einem Vulkan als Erinnerung an das Ereignis der Aschewolke des isländischen Vulkans Ejafjällajökull, waren Dr. Angelika Broll, Herr Werner Fehlinger von HLUG und allen Raunheimer von dem Entwurf begeistert.
  
Im Rahmen der Projektwoche der Anne-Frank-Schule und in Zusammenarbeit mit SSV Sportverein, gestalteten die Schüler der Klasse 6.1 die Wand am SSV-Heim. Die Aktion wurde von den Klassenlehren Herr Haas und Herr Kirazli und der Vorsitzender des SSV Herrn Mathias Jaxt begleitet.
Angeleitet und betreut wird die Gestaltung von Herrn Alexander Neiss, einem jungen Mann mit fachlicher Qualifizierung im Bereich Sprayen und Malen, der als Projektmitarbeiter bereits bei zahlreichen Aktionen (Sprayerworkshops) des Stadtteilbüros im Bereich Hafenstraße / Mainufer sehr erfolgreich im Einsatz war.
Das Projekt wird von Dr. Isack Majura vom Stadtteilbüro Raunheim koordiniert und begleitet.




Isack Dr. Majura
Fachbereich Soziales und Kultur
Streetwork
E-Mail: i.majura@raunheim.de
Telefon: 06142 / 402 252



Wo fanden die Sprüh- und Malprojekte statt::

- Spiel- und Freizeitanlage Stresemannplatz
- Trafohäuschen des ÜWG am Stresemannplatz
- Garagenwände der GWH in der Lahnstraße
- Luftmessstation HLUG an der Pestalozzischule
- Wand am SSV-Heim
- Hafenstraße / Mainufer


Weitere Bilder zum Projekt:


Spiel- und Freizeitanlage Stresemannplatz

Spiel- und Freizeitanlage Stresemannplatz

Trafohäuschen des ÜWG am Stresemannplatz

Trafohäuschen des ÜWG am Stresemannplatz

Garagenwände der GWH in der Lahnstraße

Garagenwände der GWH in der Lahnstraße

Luftmessstation HLUG an der Pestalozzischule

Luftmessstation HLUG an der Pestalozzischule

Luftmessstation HLUG an der Pestalozzischule

Hafenstraße / Mainufer






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