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Kreis Groß-Gerau und Rüsselsheim schreiben Konzept fort:


Online-Beteiligung zum Radverkehr

KREIS GROSS-GERAU - Mit der Fortschreibung ihrer Radverkehrskonzepte planen
der Kreis Groß-Gerau und die Stadt Rüsselsheim am Main für den gesamten
Landkreis bzw. das Stadtgebiet die Aufwertung und Steigerung des klimaneutralen
Radverkehrs. Ziel ist es, die Bedingungen für den Radverkehr weiter zu verbessern
und weitere Pkw-Fahrten auf das Fahrrad zu verlagern. Auf der Suche nach
den optimalen Wegen für den Radverkehr können Bürgerinnen und Bürger mitreden:
Am Montag, 26. August 2019, startet ein Online-Beteiligungsverfahren.

"Wir möchten Erfahrungen und Anregungen gerne berücksichtigen, um die Bedingungen
für Radlerinnen und Radler im Kreis Groß-Gerau weiter zu verbessern",
betont Landrat Thomas Will. "Eine gute Radinfrastruktur ist die Voraussetzung, um
noch mehr Menschen zum Umstieg aufs Rad zu bewegen", so der Landrat, der
selbst ein begeisterter Radler ist. Schwerpunkt der Radverkehrskonzeption bildet
der Alltagsradverkehr. Von besonderem Interesse sind daher Verbindungen, die
große Wohngebiete mit größeren Betrieben oder Institutionen oder ÖPNV-Haltestellen
verbinden.

Rüsselsheim als größte Stadt im Kreis kommt dabei besondere Bedeutung zu,
schließlich gibt es dort das dichteste innerstädtische Radwegenetz im Kreis. "Wir
wollen das Radfahren stärken. Schließlich leisten Radfahrerinnen und -fahrer einen
nachhaltigen Beitrag zum Klimaschutz", erklärt Stadtrat Nils Kraft, der in Rüsselsheim
für den Bau und die Unterhaltung der Radwege zuständig ist.

Beauftragt mit der Fortschreibung ist das Verkehrsplanungsbüro R+T Verkehrsplanung
GmbH aus Darmstadt unterstützt durch Verkehr mit Köpfchen aus Heidelberg.
"Das Radroutennetz des Kreises basiert überwiegend auf den Strecken, die
im kreisweiten Radverkehrskonzept von 2012 festgelegt wurden und vor Ort auch
beschildert sind" erläutert Franziska Knaack, die Radverkehrsbeauftragte des
Kreises Groß-Gerau. Das Routennetz der Stadt basiert auf dem Green City Plan.

Für diese Netze wird nun das Maßnahmenkonzept fortgeschrieben. Es werden Lösungen
für die festgestellten Defizite erarbeitet, unterschieden nach Dringlichkeit,
Aufwand und Umsetzungshorizont: Während ein etwas zu schmal geratener Radweg
durchaus Teil eines sofort nutzbaren Grundnetzes sein kann, muss für fehlende
Abschnitte eine Alternativroute gefunden werden oder ein Neubau in Betracht
gezogen werden.

Kreis und Stadt starten nun mit der Onlinebefragung am 26. August 2019 die Öffentlichkeitsbeteiligung
zur aktuell erarbeiteten Fortschreibung der Radverkehrskonzepte.
Der Befragungszeitraum beträgt sechs Wochen. Ein kurzer Fragebogen
zur Einschätzung der bestehenden Radverkehrsinfrastruktur leitet die Beteiligung
ein. Im Anschluss besteht die Möglichkeit sowohl positive als auch negative radverkehrsrelevante
Stellen auf einer Karte einzutragen. Zur besseren Orientierung
wurde auch das Kreisradroutennetz sowie das Radnetz der Stadt Rüsselsheim
hinterlegt.

"Ziel der Onlinebeteiligung ist es, Meinungen und Anregungen der Bürgerinnen
und Bürger direkt einzuholen und im Rahmen der Radverkehrskonzepte zu berücksichtigen.
Die eingebrachten Anregungen werden geprüft und fließen so in die
spätere Überarbeitung der Radverkehrskonzepte ein", so Knaack. Die Angaben
dienen ausschließlich als Datengrundlage für die Verkehrsplanung. "Natürlich werden
die Daten anonym erhoben."

Durch Nutzung des untenstehenden Links gelangen Interessierte auf die Befragung:




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