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Öffentliche Diskussion über Coronavirus


China darf Fairness und Unterstützung erwarten

Gelegentlich muss man sich schon die Augen reiben, wenn man erleben muss, wie in Deutschland über bestimmte Themen berichtet wird. So wird in der Titelstory der letzten Ausgabe des Nachrichtenmagazins "Spiegel" nicht nur unverantwortlich geschlussfolgert, "das Coronavirus verseucht die Weltwirtschaft", es wird zugleich suggeriert, China träfe an der Ausbreitung der Erkrankung maßgeblich Schuld.

Solche unsachlichen, vereinfachenden und unfairen Beiträge zu einem hochkomplexen Thema bewirken leider nur eines: Ein sich gerade zum Wohle der Menschen immer stärker verbindendes System gemeinsamen Wirtschaftens, Forschens, sich Austauschens und Kooperierens der Staaten untereinander wird diskreditiert und beschädigt.
Es ist gerade mal ein paar Jahre her, als sich Deutschland darüber empörte, dass wegen ein paar Fällen von Schweinepest andere Länder ein Importverbot für deutsches Schweinefleisch verhängten.
Gewünscht hat man sich seinerzeit in unserem Land, dass seitens der Staatenwelt deutlich differenzierter mit der Lage umgegangen worden wäre. Das scheint jetzt aber vergessen, wo vorrangig ein anderes Volk betroffen ist.

Tatsache ist, dass China so engagiert gegen eine Weiterverbreitung des Virus' vorgeht, wie das in kaum einem anderen Land vorstellbar wäre. Gut organisiert, schnell und systematisch erfolgen dort aktuell die erforderlichen Maßnahmen.
Hierbei sollte Deutschland, das gerne vorgibt internationale Zusammenarbeit im Sinne einer Weltgemeinschaft stets fördern zu wollen, konsequent unterstützend wirken.
Auch diejenigen, die gerade Einfluss auf die öffentliche Meinung nehmen, haben sich dabei ihrer Verantwortung bewusst zu sein. Einerseits wundert man sich über in Deutschland anzutreffende Ressentiments gegenüber Touristen oder Geschäftsleuten aus China, weil diese verallgemeinernd als Virusüberträger wahrgenommen würden, anderseits vergeht kein Tag, an dem nicht genau in diese Richtung Ängste und Vorbehalte geschürt würden.

Es ist jetzt Zeit für eine Fairness- und Unterstützungskampagne in Richtung China!
Hier in Raunheim und am gesamten "Drei-gewinnt-Standort" (Rüsselsheim, Raunheim, Kelsterbach), an dem mittlerweile viele Menschen aus der Volksrepublik China leben und arbeiten, setzen wir ein entsprechendes Zeichen:
Wir werden unfairer Berichterstattung sowie derlei Beiträgen in sozialen Netzwerken konsequent entgegentreten und auf die nachvollziehbare Verunsicherung der bei uns lebenden Menschen aus China durch geeignete Hilfestellungen reagieren. In den kommenden Tagen wird beispielsweise ein "Sorgen- und Auskunftstelefon" eingerichtet, an das man sich wenden kann, wenn man Fälle von Ausgrenzung und Benachteiligung melden oder einfach nur Informationen zu Reiseeinschränkungen erhalten möchte.

"Wir haben in den letzten Jahren innige und für beide Seiten förderliche Beziehungen nach China aufgebaut. Dementsprechend lassen wir unsere Freunde jetzt nicht im Regen stehen!", schließt Bürgermeister Thomas Jühe.



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