Starkes Zeichen für Umweltschutz
Bürgermeister David Rendel und Franz Frost, Leiter des Fachteams Abfallwirtschaft bei der Stadt Raunheim, gaben am Vormittag auf dem Pausenhof der Schule gemeinsam mit weiteren städtischen Mitarbeitern Greifzangen, Handschuhe und Müllsäcke aus. „Wenn mehr als 500 Schülerinnen und Schüler gemeinsam losziehen und unsere Stadt von achtlos weggeworfenem Müll befreien, ist das ein starkes Zeichen. Mir gefällt besonders, dass die Jugendlichen hier nicht nur über Umweltschutz sprechen, sondern selbst mit anpacken. Dafür haben sie meinen großen Respekt – und natürlich ein herzliches Dankeschön“, erklärte Rathauschef Rendel.
In westlichen und südlichen Stadtteilen im Einsatz
Frost hatte die verschiedenen Jahrgänge in Bezirke aufgeteilt. Die Gebiete sollten relativ schnell fußläufig erreichbar sein. Die beiden jüngeren Jahrgänge durchkämmten die Gebiete in der Nähe der Schule südlich der Aschaffenburger Straße und am Messegelände Airport Garden. Die beiden älteren Jahrgänge waren rund um die Ringstraße und westlich des Schnelser Weges sowie südlich des Wohngebietes An der Lache unterwegs.

Für saubere Umwelt sensibilisieren
Die Höhe des jeweiligen Müllaufkommens spielte bei der Auswahl der Regionen eine untergeordnete Rolle. „Wir sind sowieso täglich mit dem Schnellen Einsatzteam im Stadtgebiet unterwegs, um Raunheim sauberer zu machen“, meinte Frost. Der Dreck-weg-Tag solle vor allem die Schülerinnen und Schüler für eine saubere Umwelt sensibilisieren. Der Gemeinschaftssinn werde ebenfalls gefördert, wenn die Klassen zusammen dem Müll auf der Spur sind, so Frost. Es sei deshalb sinnvoll, den Dreck-weg-Tag durchzuführen, denn jedes Jahr käme auch ein neuer Jahrgang der fünften Klassen an die Anne-Frank-Schule, die in diese traditionelle Aktion eingebunden werden.

Engagement gibt gutes Gefühl
Den Neuen ist der Dreck-weg-Tag schon aus der Grundschule bekannt. Die Pestalozzischule und die Neue Grundschule engagieren sich beim Sauberhaften Schulweg ebenfalls für die Umwelt und für die Stadt. „Ich habe schon an der Pestalozzischule mitgemacht“, sagte Ben Luca aus der Klasse 5.5. Der Zehnjährige findet den Dreck-weg-Tag „cool, weil ich mich an der frischen Luft aufhalte, mit der Greifzange Müll auflesen kann und weil es wichtig ist, die Umwelt vom Müll zu befreien“. Klassenkameradin Liyana mochte den Dreck-weg-Tag ebenfalls schon an der Grundschule. „Jetzt sind wir älter und können viel schneller nach dem Müll suchen“, stellte die Gleichaltrige lachend fest. Sie habe ein tolles Gefühl, wenn sie etwas Gutes für die Umwelt mache.
„Das ist eine tolle Aktion. Die Kinder leisten einen großen Beitrag“, lobte Klassenlehrer Ahmet Dursun Onuk. Die Schülerinnen und Schüler würden unter anderem das Umfeld der Schule säubern, also den Bereich, in dem sie sich viele Stunden am Tag aufhielten. Co-Klassenlehrerin Aleyna Yeldem Öztas sprach unterdessen die Wahrnehmung der Kinder an, wenn sie den wild umherliegenden Müll sähen. Es verleihe ihnen ein gutes Gefühl, wenn sie die Umwelt säubern.






