Kinder, die japanische Comics und Bildergeschichten mögen, sind in den Sommerferien in der Mediathek genau richtig. Denn Leiterin Beate Remané lädt donnerstags zum Mangazeichnen ein. Manga steht im japanischen für Comic und Bildergeschichte. Remané startete dieses Programm bereits in den Osterferien. In den Herbstferien wird es fortgesetzt und mit einer Ausstellung beendet. Kinder im Alter von acht bis 12 Jahren können jederzeit dazustoßen. Kinder, die ein bisschen älter sind, dürfen aber ebenfalls bleiben.
Mangas in der Ausleihe
„Mangas sind sehr beliebt und werden eifrig ausgeliehen“, informierte Remané zum Start am 2. Juli mit Blick auf das Regal, wo einige Serien zu finden sind. Auch auf den Tischen lagen Mangas als Vorlage für die Kinder. „Das Schöne ist, dass man nur Bleistift und Papier benötigt“, erklärte sie. So können die Kinder jederzeit auch zuhause oder an anderen Orten Mangas zeichnen.
Große Augen, kleiner Mund
Nach einer kurzen Einführung durften die Kinder direkt loslegen. Die Merkmale der Manga-Figuren sind die spitz zulaufenden Gesichter mit den großen Augen, dem kleinen Mund und der nur angedeuteten Nase. Konzentriert führten die Kinder ihren Bleistift über das Papier und die ersten Konturen kamen zum Vorschein.
Selbstvertrauen über Manga-Figuren
„Das ist mal was Neues, man kann hier Menschen zeichnen“, freute sich Emir. Der 14-Jährige ist ein Manga-Fan. „Ich mag die übertriebene Darstellung der Gesichter“, sagte er. Sie drücken für ihn Gefühle aus. Seine Favoriten sind die Figuren „Monkey D. Ruffy“ aus der Serie „One Piece“, „Son-Goku“ aus „Dragon Ball“ und „Saitama“ aus „One-Punch Man“. „Ich wollte mal auf einem See paddeln, hatte aber Angst. Ich dachte an Ruffy und habe das dann gemacht“, erzählte er.
„Mangas stärken auch das Selbstbewusstsein“, meinte Remané deshalb. Die Kinder können zudem beim Zeichnen ihre Kreativität fördern und spannende Geschichten erfinden. Sich darüber auszutauschen, schafft zudem Verbindung. So finden die Kinder in der Mediathek beim Zeichnen auch neue Freunde.
