Mitmachausstellung in der neuen Fairtrade-Town

Fair handeln, nachhaltig leben

Die 17 Ziele der Nachhaltigkeit erfahren

Die Ausstellung setzte sich aus mehreren Elementen zusammen und war vom Steuerungsteam, das mit Fokus auf das Thema Fairtrade gebildet worden war, mit viel Hingabe installiert worden. Karin Jechimer, Leiterin des städtischen Fachteams für Umwelt- und Klimaschutz, hatte die Ausstellung konzipiert und kuratiert.

Ein bestimmendes Element des „Rundum-Fair-Parcours“ waren die 17 Nachhaltigkeitsziele, ein Handlungsplan der Vereinten Nationen für eine sozial, wirtschaftlich und ökologisch gerechte Entwicklung. „Diese Nachhaltigkeitsziele werden auf den Würfeln abgebildet, die auf der Bühne platziert sind, und auf den neun Litfaßsäulen, die im Bürgersaal aufgestellt sind“, informierte Jechimer. Auf den Litfaßsäulen wurden alle Nachhaltigkeitsziele erläutert. Zum Beispiel mit dem Ziel 4, hochwertige Bildung: „Inklusive und gleichberechtigte Bildung für alle Menschen gewährleisten“. Oder mit Ziel 13, Maßnahmen zum Klimaschutz: „Umgehend Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels und seiner Auswirkungen ergreifen“. Wer alle Fragen an den Litfaßsäulen richtig beantwortet hatte, konnte am Ende einen Lösungssatz bilden.



Was kann ich selbst zum Schutz von Klima und Umwelt beitragen?

Ein weiteres Element waren der ökologische Fuß- und Handabdruck. „Die Handabdrücke geben Tipps, wie Menschen Maßnahmen zum Schutz des Klimas und der Umwelt im Alltag umsetzen können“, erklärte Jechimer. Zum Beispiel „Plastik sparen!“. Die Handlungsanleitung wird mitgeliefert: Leitungswasser trinken, statt Plastikwasserflaschen kaufen und unverpackte Waren einkaufen. Eine weitere Anregung war „Kochen mit Resten“. Denn im Müll landen weltweit jährlich 1,3 Milliarden Tonnen Lebensmittel, davon 200.000 Tonnen allein in Deutschland. Das sind 75 Kilogramm verschwendete Lebensmittel pro Person. Jeder Mensch könnte somit 235 Euro jährlich einsparen.

Die Besucherinnen und Besucher der Ausstellung konnten zudem Fragen zu Ernährung, Energie, Mobilität und Konsum beantworten und feststellen, wie groß ihr persönlicher ökologischer Fußabdruck ist.



Foto-Doku Fairer Handel

Auf den Tischen war zudem reichlich Fotomaterial über die Produktion und den Anbau des Fairen Handels zu sehen. Die Foto-Doku zeigte unter anderem Menschen bei der Arbeit auf der Plantage, landwirtschaftliche Produkte und auch Transportmittel. Außerdem wurden anschaulich auf Tischtafeln Informationen über Herstellung, Produktionswege und Exportzahlen von Erzeugnissen wie Bananen, Schokolade und Jeans dargestellt. 

Infos über das kirchliche Engagement

Der katholische Jugend-Treff Raunheim war ebenfalls mit einer Station vertreten. Er informierte über die Gründe des kirchlichen Engagements für den Fairen Handel. Fairtrade ist in Raunheim aus der katholischen Kirchengemeinde heraus entstanden.



Bildungsangebote für Kita und Schule

Die Ausstellung war vom Vormittag bis in die Abendstunden geöffnet. Die Besucherinnen und Besucher mussten sich durchaus ein wenig Zeit nehmen, um sie in ihrer Gänze aufzunehmen. Sie war leider nur an diesem speziellen Tag zu sehen.

Aus zeitlichen Gründen besuchte daher nur eine fünfte Klasse der Anne-Frank-Schule den Bürgersaal. Die Schülerinnen und Schüler machten an verschiedenen Stationen aktiv mit. Dabei wurden unter anderem auch fair gehandelte Bananen und Schokolade verkostet und als sehr lecker befunden.

Auch führte Jechimer einen gut besuchten Workshop für Erzieherinnen und Erzieher der städtischen Kitas durch. Die Teilnehmenden erhielten dabei viele neue Impulse für eine leichte Umsetzung der fairen Themen in den Kitas.