Durch Streetworker Johannes Bodsch bot die Stadt Raunheim ein attraktives Programm an. Für jeweils zwei Mal pro Woche hatte er sich verschiedene Programmpunkte überlegt und den Schwerpunkt auf Sport ausgerichtet.
Kostenfreies Sportprogramm für Jugendliche
„Das Sommerferienprogramm war überwiegend für die Jugendlichen gedacht, die in unserem Jugendcafé auftauchen. Wir haben gemerkt, dass sie gerne zusammen sind“, informiert Bodsch. Jugendliche und junge Erwachsene, die aus den verschiedensten Gründen nicht in den Urlaub gefahren sind oder vielleicht in der ersten Ferienhälfte verreist waren und noch Anregungen für gemeinsame Aktivitäten suchten, sollten sich angesprochen fühlen. Auch weil das Jugendcafé eine Sommerpause einlegte, wollte er den Teenagern eine Alternative anbieten. Dieses Ferienprogramm war kostenfrei. „Wir wollten allen Jugendlichen die Teilhabe ermöglichen“, begründet der Streetworker das offene und freiwillige Angebot der Stadt Raunheim.

Badminton und Basketball zum Abschluss
Am Samstag, 8. August, zum Ende der Sommerferien hatte Bodsch in die Turnhalle der Pestalozzischule eingeladen. Interessierte Jugendliche konnten einfach ohne Anmeldung vorbeikommen. Mit ihren eigenen Badminton-Schlägern unter dem Arm kamen Max und Ruslan zum Training – am frühen Abend, denn Streetworker Johannes Bodsch wollte mit den Jugendlichen „Mitternachtssport“ treiben. „Wir haben Lust auf Sport“, meinte Ruslan. „Wir haben die Information auf Instagram gelesen“, erklärte Max.
Bodsch hatte ebenfalls Badminton-Schläger, aber auch Basketbälle im Gepäck. Eben genau die Sportarten, auf die beide Jungen richtig Lust hatten. „Der Mitternachtssport ist eine richtig gute Idee, das ist mal eine Abwechslung“, fand Ruslan. „Gerade für Badminton ist es viel besser in einer Halle als draußen zu spielen“, sagte Max, der den schnellen Rückschlagsport immerhin sechs Jahre im Verein gespielt hatte.

Weitere Angebote in Planung
Schnell stellte Bodsch mit Unterstützung von Max und Ruslan die beiden Pfosten auf und alle spannten mit vereinten Kräften das Netz dazwischen. Und schon wurde der erste Federball geschlagen. „Wir freuen uns, dass das Sportangebot der mobilen Jugendarbeit Anklang findet bei unseren Raunheimer Jugendlichen“, freut sich Bodsch. Weitere Aktionen für die kommenden Wochen und Monate seien sowohl in der Halle als auch auf der Freisportanlage in Planung.

