Mit Power ins „Jumping fit“
Rhythmische Musik wabert aus der Musikbox, schnell, stampfend. Die Sportlerinnen und Sportler sollen sich auf ihrem Trampolin flott bewegen. Sportcoachin Romana Serdiuk gibt die koordinierten Bewegungen vor: auf dem Sprungtuch hüpfen, in die Hocke gehen, strecken, Arme nach rechts schwenken, Arme nach links schwenken. Auf dem Trampolin wird der Körper abgefedert, die Balance muss gehalten werden, was bei den mitunter schnellen Rhythmen gar nicht so einfach ist. „Machen wir eine Pause. Wir brauchen Power für das nächste Lied“, fordert Serdiuk auf.
Bis zu sechs Minuten ohne Pause hüpfen
„Die Lieder haben verschiedene Geschwindigkeitsintervalle, langsame und schnellere Rhythmen wechseln sich ab. Die Songs sind drei, vier, fünf, aber auch sechs Minuten lang“, informiert die Trainerin. Sechs Minuten ohne Stopp – die Teilnehmenden werden gefordert. „Wir machen hier Kardio-Kraft-Training“, unterstreicht sie.
Sehr guter Zuspruch für das neue Sportprojekt
„Jumping fit“ startete mit acht Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Inzwischen wuchs die Gruppe auf zehn Personen an. „Wegen des guten Zuspruchs haben wir zu den zehn neuen Trampolinen noch einmal vier weitere bestellt“, berichtet Streetworker Johannes Bodsch. Trainiert wird dienstags und freitags von 17 bis 18.30 Uhr im ersten Stock im Stadtzentrumsgebäude. Wenn die Nachfrage nicht abreißt, wird über eine weitere Trainingsmöglichkeit sonntags nachgedacht.
Einen Wunsch erfüllt
Serdiuk hatte sich nach ihrer Flucht aus der Ukraine in einem Gym mit „Jumping fit“ fit gehalten. Nach dem Abschluss ihres Lehrgangs zum Sportcoach erfüllte sie sich nun mit Unterstützung der Stadt ihren Wunsch, das Sportprogramm regelmäßig anzubieten und so ihr Wissen und die Freude an der Bewegung an andere sportbegeisterte Menschen weiterzugeben.
Sprachkompetenz fördern
In der Gruppe befinden sich vorwiegend jüngere Frauen. Männer und ältere Menschen sind aber genauso willkommen. Menschen aus der Ukraine, Usbekistan, Marokko, der Türkei und aus Deutschland jumpen mit. Mit der bunten Vielfalt wird neben der Gesundheitsförderung ein weiterer Zweck erfüllt: Sportbegeisterte mit unterschiedlicher Herkunft fördern untereinander ihre Sprachkompetenz. Denn die Anweisungen gibt die Trainerin auf Deutsch. In den Pausen unterhalten sich die Teilnehmenden ebenfalls auf Deutsch.
Maximale Zufriedenheit
Valentina ist begeistert. Die 35-Jährige lebt in Raunheim, wollte ihre Freundin Romana Serdiuk unterstützen und meldete sich deshalb für den Sportkurs an. Aber nicht nur das. Die Usbekistanerin will gesund bleiben, sich fit halten und ihre Deutschkenntnisse verbessern. „Der Kurs ist einhundertprozentig gut“, sagt sie lachend.


