MainCleanUp

Beim MainCleanUp mit der Greifzange dem Müll auf der Spur

Gemeinsamer Einsatz für die Umwelt

Einige Einzelpersonen und Familien, Mitglieder des Türkischen Kultur- und Bildungsvereins (TüKuBi) sowie Mitarbeitende der Stadtverwaltung kamen am Samstagvormittag für den MainCleanUp zum Treffpunkt Heimtatmuseum. Dort wurden sie von Bürgermeister David Rendel und dem Leiter des Fachteams Abfallwirtschaft bei der Stadt Raunheim, Franz Frost, mit Greifzangen, Eimern, Mülltüten und Handschuhen ausgestattet.

„Sauberkeit und Umweltschutz beginnen direkt vor unserer eigenen Haustür. Der Main gehört zu Raunheim und ist ein wichtiger Teil unserer Stadt und unserer Lebensqualität. Deshalb freue ich mich sehr, dass sich so viele Menschen gemeinsam dafür einsetzen, unsere Umwelt zu schützen und Raunheim sauber und lebenswert zu halten. Mein herzlicher Dank gilt allen, die beim MainCleanUp mit angepackt haben“, erklärte Bürgermeister David Rendel.



Riesenbeteiligung des Türkischen Kultur- und Bildungsvereins

Der TüKuBi beteiligte sich mit rund 60 Kindern und Erwachsenen. Damit stellte er mit Abstand die größte Gruppe. Vor allem die jüngsten Mitglieder gingen mit Eifer ans Werk. Hochmotiviert zogen die Kids los, krochen auch durch die dichteren Hecken bis ans Mainufer. Fündig wurden sie schnell. Vor allem Zigarettenkippen, Plastikmüll und Verpackungsreste wanderten fleißig in die großen Müllsäcke. 

Verantwortung für die Umwelt und die Zukunft

„Wir wollen uns als Verein aktiv engagieren und einen spürbaren Beitrag für unsere Umwelt leisten“, sagte Orhan Tanner, der als Vertreter der Jugendgruppe des TüKuBi den Einsatz begleitete. Die Aktion gehe für den Verein weit über das reine Einsammeln von Abfall hinaus. Es gehe um Haltung und Bewusstseinsbildung. Die Teilnahme am MainCleanUp sei dabei ein wesentlicher Baustein, um den Kindern zu zeigen, wie wichtig der Schutz von Natur und Umwelt sei. „Es ist das erklärte Ziel unseres Vereins, den Kindern zu vermitteln, dass die Zukunft in ihren Händen liegt“, so Tanner. Für den Verein gehöre es zum Selbstverständnis, als fester Teil der Raunheimer Stadtgesellschaft Verantwortung zu übernehmen und mit anzupacken.

Was vom Wasser aus nicht möglich ist, wird vom Ufer aus erledigt

Ingmar Lehn nahm mit seiner Frau Melanie und seinem Sohn Jonatan am MainCleanUp teil. Lehn habe über seinen Verein Kanu-Club Wanderfahrer von der Umweltaktion gehört. Wenn er mit dem Kajak auf dem Main fahre, sehe er häufig vermüllte Uferstellen. Vom Wasser aus lasse sich das oft leichter erkennen als vom Ufer aus, wo der dichte Uferbewuchs den Blick teilweise verdeckt. „Dies zu sehen, ist einem ein Dorn im Auge“, machte er aus seinem Unmut keinen Hehl. Aber aus dem Kajak heraus lasse sich der Müll nicht beseitigen. Deshalb wollte er mit seiner Familie nun vom Land aus das Ufer säubern. „Manche Menschen gehen mit der Natur um, wie man es eben nicht machen sollte“, stellte Lehn fest und meinte auch die großen Ablagerungen von Kleinmüll.

Idyllische, aber verdreckte Nischen

Patrick Weilmünster, Leiter des Fachbereichs Ordnung, Gefahrenabwehr und Bürgerservice, bestätigte diese Wahrnehmung. „Mein erster Eindruck ist, dass hier relativ viel Müll, viel Kleinmüll liegt“, sagte er. Gerade in versteckten Nischen, durchaus idyllischen Plätzchen, scheinen Menschen zu picknicken, dann aber nicht ihren Abfall mitzunehmen. So fanden Kinder beispielsweise zwei Keramikteller, auf denen noch die eingetrockneten Ketchup-Reste klebten. „Die ursprüngliche Nutzung ist dann nicht mehr gegeben“, unterstrich Weilmünster. Aber auch die Verschmutzung am Wegesrand verwunderte ihn. Es sei erschreckend, dass die Menschen ihren Müll nicht in den Abfalleimern entsorgen. Und diese, so betonte er, seien zahlreich vorzufinden.

Schaden für Flora und Fauna

„Es ist wichtig, sich der Verschmutzung am Wasser und am Ufer anzunehmen“, gab er Auskunft über den Grund der Teilnahme der Stadt am MainCleanUp. Denn Plastik, Mikroplastik und anderer Abfall schädigen Flora und Fauna. Auch das allgemeine Bild sei mit dem hinterlassenen Abfall nicht schön anzusehen. Damit meinte er beispielsweise auch die Einkaufswagen, die immer wieder einfach in der Landschaft abgestellt würden.

Ein halber Kubikmeter Abfall

Am Ende hatten die fleißigen Helferinnen und Helfer einiges zusammengetragen. „Wir haben einen halben Kubikmeter Müll entsorgt“, bilanzierte Franz Frost. Neben den Einkaufswagen befand sich auch ein Gartenstuhl unter den Fundsachen.