Ausflug des Runden Tischs „Älter werden in Raunheim“

Ein Sommerausflug zum Naturerlebnisgarten mit Abschluss im Naturfreundehaus

Seit 15 Jahren ein Lehr- und Bildungsgarten

Für die meisten der rund 20 Teilnehmenden war der Naturerlebnisgarten ein unbekanntes Plätzchen. Umso mehr waren sie von dem idyllischen Lehr- und Bildungsgarten beeindruckt, der 2011 zwar vor allem für Kinder und Jugendliche angelegt worden war, aber auch für Erwachsene spannend ist. „Wir realisieren hier viele Beteiligungsprojekte mit Schulen, Kindertagesstätten, Vereinen, aber auch Firmen“, informierte Karin Jechimer, Leiterin des Fachteams Umwelt- und Klimaschutz bei der Stadt Raunheim. Der Garten sei in den vergangenen 15 Jahren sukzessive erweitert worden und gewachsen.

Ein Garten und seine vielen Facetten

Jechimer zeigte bei dem Rundgang unter anderem die Beete, die vor vier Jahren durch das Programm der „GemüseAckerdemie“ entstanden sind. Diese deutschlandweite nachhaltige Initiative wird von Acker e.V. unterstützt, um die Wertschätzung für die Herstellung von Lebensmitteln zu fördern. Auch eine Lagerfeuerstätte, eine Hütte, Bienenstöcke sowie eine hochwertige Naturtoilette befinden sich im Naturerlebnisgarten. „Den Naturerlebnisgarten besuchen 2.500 bis 3.000 Menschen pro Jahr“, erklärte sie. Parallel zum Besuch der Seniorinnen und Senioren befand sich auch eine Gruppe von Kindern und Eltern der Kindertagesstätte Drachenland zum Picknick im Naturerlebnisgarten, was seine gelebte Nutzung auf exemplarische Weise unterstrich.


Bienen im Fokus

Imker Erik Völckers vom Bund für Umwelt- und Naturschutz, der sich seit dem ersten Tag um die Bienenstöcke im Naturerlebnisgarten kümmert, stellte den Lebensraum der Insekten vor, sprach über die Bienenstöcke, Honigbienen, Königinnen, Arbeitsbienen und Drohnen. Dazu hatten Jechimer und Völckers Mitmachstationen vorbereitet: Unter anderem ein Stand mit einem Imkeranzug, Raunheimer Honig aus dem Naturerlebnisgarten, Mikroskope in der Hütte, um die Körper der Insekten vergrößert anzuschauen. Dort war auch eine Honigschleuder zu besichtigen, ebenso wie ein Hornissennest. Hinter der Hütte konnten die Besucherinnen und Besucher einen Blick auf die Bienenstöcke werfen. An einem Schaukasten konnte man zudem das Innenleben eines Bienenstocks betrachten.

Positive Resonanz

Die Seniorinnen und Senioren nutzten die Gelegenheit, um sich einen umfassenden Eindruck zu verschaffen. In Kleingruppen wurde sich über die Stationen, die neuen Eindrücke sowie den Naturerlebnisgarten insgesamt ausgetauscht. „Ich finde das wirklich toll“, sagte auch Seniorenbeauftragte Carmen Marx begeistert.

Ausklang im Naturfreundehaus

Nach der rund einstündigen Exkursion ging’s ins Naturfreundehaus nach Rüsselsheim an der Horlache. Wegen der unterschiedlichen Anreise zu Fuß, per Rad oder PKW dauerte es zwar ein wenig, bis die Gruppe sich wieder zusammengefunden hatte. Umso gemütlicher klang dann aber der Nachmittag bei Kaffee, Kuchen und Kaltgetränken aus.