Open-Air-Kino läutet Spätsommer ein

Zwei Mal Filmvergnügen unter freiem Himmel

Besondere Stimmung unter freiem Himmel

Bevor der Film beginnt, ist die Atmosphäre beim Freilichtkino immer eine besondere: Es dämmert langsam, die Leinwand ist aber noch dunkel. Man hat schon ein Getränk und Snacks in der Hand, plaudert mit anderen Gästen, schaut erwartungsvoll auf die Uhr. Um 20.45 Uhr, sowohl am Freitag als auch am Samstag, ging es dann endlich los.

Einmal mehr stand die Leinwand mit der Bühne auf dem Rathausplatz, abgeschirmt mit einer Schutzwand, sodass die Filmfans ungestört dem Streifen folgen konnten. Birgid Latsch, Vorsitzende des Kino- und Kulturvereins, bedankte sich bei der Stadt Raunheim für die Zusammenarbeit und die Unterstützung.

„Das Open-Air-Kino ist seit vielen Jahren ein fester Bestandteil des Raunheimer Kulturangebots und wird von den Besucherinnen und Besuchern sehr geschätzt. Unser Dank gilt dem Kino- und Kulturverein und seinen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, die mit großem Einsatz nicht nur diese beiden Abende ermöglichen, sondern das ganze Jahr über das kulturelle Leben in Raunheim bereichern. Dieses Engagement ist für unsere Stadt sehr wertvoll und wird von uns gerne unterstützt“, erklärte Christina Arnold vom Fachdienst Kultur der Stadt Raunheim.

Musikstar in der Psychiatrie und Zeitreise ins Jahr 2025

Am Freitag flimmerte der Film „No Hit Wonder“ mit Florian David Fitz und Nora Tschirner in den Hauptrollen über die Leinwand. Der gefallene Musikstar Daniel, der früher ganze Stadien füllte, landet in der Psychiatrie. Die über Glück forschende und als Pflegerin arbeitende Lissi bietet ihm Hilfe an, wenn er sie dafür bei einem ungewöhnlichen Projekt unterstützt. Diesen Film wollten 54 Personen sehen.

Am Samstag stand der französisch-belgische Film „Die progressiven Nostalgiker“ auf dem Programm. Im Frankreich der 1950er Jahre werden die Eheleute Hélène und Michel durch den Kurzschluss an einer defekten Waschmaschine ins Jahr 2025 versetzt. Während das für Hélène einem Befreiungsschlag gleichkommt, kommt Michel in der neuen Welt wesentlich schlechter zurecht. Jetzt waren es mit 33 nur ein paar Zuschauerinnen und Zuschauer weniger. 

Dem Nieselregen trotzen

Am Freitag setzte leider zehn Minuten vor Filmende ein Nieselregen ein. „Die meisten hatten aber mit Regenschirm und Regenjacke vorgesorgt, andere verkrochen sich unter den Eingang zum Rathaus und konnten von dort den Film weiterschauen“, so Latsch. Nur wenige verließen den Rathausplatz. Zudem mussten wegen starker Böen auch mal die Bauzäune gesichert werden. Abgesehen davon stellte sich an beiden Abenden aber eine gemütliche Stimmung ein. Neben den Getränken und üblichen Snacks wie Popcorn und Chips bot der Kino- und Kulturverein erstmals frische Brezeln mit Spundekäs an. Peter Remané mixte leckere Cocktails, aber auch Wein und Softdrinks fanden Anklang. 

Viel Arbeit für das Kinoerlebnis

„Ein Film unter freiem Himmel zu erleben, ist immer etwas anderes als im Kinosaal“, stellte Latsch fest. Die beiden Abende auf die Beine zu stellen, bereite gleichwohl viel Arbeit. 14 Helferinnen und Helfer sorgten beim Aufbau überhaupt erst dafür, dass der Rathausplatz in ein Open-Air-Kino verwandelt werden konnte. Darunter befanden sich auch erwachsene Kinder der Vereinsmitglieder. An den beiden Abenden standen jeweils neun Mitglieder zur Verfügung. „Aber wenn wir sehen, dass das Open Air Kino gut angenommen wird, fühlen wir uns belohnt“, meinte sie. Über die Jahre habe der Kino- und Kulturverein ein Stammpublikum beim Freilichtkino gewinnen können. Auch aus der Nachbarstadt Rüsselsheim werden regelmäßig Zuschauerinnen und Zuschauer begrüßt.



Neues Programm im Kellerkino startet

Am Samstag, 12. September, startete bereits das neue Kinoprogramm mit dem Film „Der Hochstapler“. Am Samstag, 26. September, läuft „Paris Murder Mystery“. Der Film ist ab 20 Uhr im Kellerkino im Stadtzentrum zu sehen.