In den vergangenen Tagen wurden im Raunheimer Wald mehrere tote Rehe gefunden. Nach derzeitigem Kenntnisstand ist davon auszugehen, dass die Tiere von Hunden gerissen wurden. Die Stadt Raunheim appelliert daher an alle Hundehalterinnen und -halter, ihre Hunde im Wald und auf angrenzenden Freiflächen besonders aufmerksam zu führen.
Gerade während der Brut- und Setzzeit benötigen Wildtiere besonderen Schutz. Jungtiere flüchten häufig nicht, sondern verlassen sich auf ihre Tarnung. Für freilaufende Hunde können sie deshalb eine leichte Beute sein. An heißen und trockenen Tagen sind auch erwachsene Rehe zudem verstärkt auf der Suche nach Wasser und schattigen Rückzugsorten. Dadurch kann es häufiger zu Begegnungen zwischen Hunden und Wild kommen.
Bitte nehmen Sie Ihren Hund deshalb im Wald und auf angrenzenden Freiflächen an die Leine. So schützen Sie nicht nur Wildtiere, sondern bewahren auch Ihren Hund vor möglichen rechtlichen Folgen.
Nach der Hessischen Hundeverordnung müssen Hunde so gehalten und geführt werden, dass von ihnen keine Gefahr für Menschen oder Tiere ausgeht. Hunde, die Wild unkontrolliert hetzen oder reißen, können als gefährliche Hunde eingestuft werden. In diesem Fall gelten unter anderem eine dauerhafte Leinen- und Maulkorbpflicht sowie weitere gesetzliche Auflagen.
Außerdem ist es nach dem Hessischen Jagdgesetz verboten, Hunde in Jagdbezirken unkontrolliert laufen zu lassen. Als unkontrolliert gilt ein Hund bereits dann, wenn er sich der Einwirkung seiner Halterin oder seines Halters entzieht, etwa weil er außer Sicht- oder Rufweite ist oder nicht zuverlässig auf Rückrufe reagiert. Verstöße können mit einem Bußgeld von bis zu 25.000 Euro geahndet werden.
Wer ein totes Reh entdeckt oder beobachtet, dass ein Hund Wild hetzt oder reißt, wird gebeten, das Ordnungsamt der Stadt Raunheim zu informieren.
E-Mail: ordnungsamt@raunheim.de
Telefon: 06142 / 402-291
