Über eine große Beteiligung bei den diesjährigen Sommerferienspielen freut sich Sumeja Husovic, Leiterin der kommunalen Jugendarbeit. Die verfügbaren Plätze waren innerhalb der regulären zweiwöchigen Anmeldefrist ausgebucht. Anmeldungen sind immer unmittelbar nach den Ferien für die jeweils nächsten Ferienspiele möglich. „Eltern wissen dies – und wer einen Bedarf hat, lässt uns die Anmeldung sofort zukommen“, weiß Husovic aus den vergangenen Jahren. „Wir hatten seit der Coronapandemie nicht mehr so eine hohe Nachfrage“, erklärt sie. Zusammen mit ihrem Kollegen Johannes Bodsch plant, organisiert und leitet sie die Ferienspiele für Grundschulkinder und für die Jahrgänge der Klassen 5 bis 7. Unterstützt werden sie dabei von den Mitarbeitenden des Ganztagsbereichs der beiden Grundschulen.
Kinder der vierten Klassen dürfen schon zu den „Großen“
An den Ferienspielen der Grundschulkinder nehmen die Schuljahrgänge eins bis vier teil. Allerdings dürfen sich die Kinder der vierten Klassen des Schuljahrgangs 2025/26, die nach den Sommerferien weiterführende Schulen besuchen, im Sommer bereits an den Ferienspielen der Schuljahrgänge fünf bis sieben beteiligen. „Die Viertklässler freuen sich, bei den Ferienspielen der Großen teilzunehmen“, sagt Sumeja Husovic. „Sie sind selbstständiger als die jüngeren Grundschulkinder und können mit den Jugendlichen gut in Verbindung treten. Darüber hinaus können sie ihre Freizeit in der Gruppe eigenständiger gestalten.“
Angepasste Struktur erleichtert Übergang
„Wir haben in beiden Ferienspiel-Angeboten ähnliche Strukturen geschaffen, um die Umstellung für die Mädchen und Jungen, die von den Ferienspielen für Grundschulkinder zu den älteren Kindern wechseln, zu erleichtern“, erläutert Husovic. So starten beide Ferienspiele am Vormittag um neun Uhr. Für jeweils dienstags und donnerstags sind die großen Ausflüge geplant. Zwei Ausflüge werden gemeinsam unternommen. So können alte Freunde und Geschwisterkinder aufeinandertreffen. Die Kleinen fahren mit dem Bus, die Großen schaffen die Strecke mit dem Fahrrad. Die Jüngeren haben Spaß bei den Wasserspielen, die Großen Freude beim Golf. „Die Kinder haben trotzdem Kontakt untereinander. Es sind auch Geschwisterkinder angemeldet. Die freuen sich, wenn sie sich sehen“, sagt Husovic.
Immer der Nase nach – von Wetterpark bis Palmengarten
Bei den Ferienspielen der Kinder im Grundschulalter steht die Nase im Fokus. Denn im Rahmen des Jahresthemas „Sinne“ heißt es „Der Geruchsinn“. Die Wochenthemen lauten „Immer der Nase nach!“, „Hast du einen guten Riecher?“ sowie „Natur und Tiere“. Natürlich werden dennoch auch die anderen Sinne angesprochen, zum Beispiel im Wetterpark in Offenbach, wohin in der ersten Woche erstmals ein Ausflug führte.
„Die Kinder haben bei einer Führung erfahren, wie Wind, Sonne und Regen mit unseren Sinnen erlebbar werden“, berichtet Husovic. Das Ziel eines weiteren Ausflugs war der Palmengarten in Frankfurt. Die Kinder konnten sich durch die bunte Blüten- und Duftwelt der Pflanzen schnuppern und erfahren, wie spannend der Geruchssinn sein kann. Auch im Naturerlebnisgarten der Stadt Raunheim durften sie direkt vor Ort Pflanzen mit der Nase erkunden. „Unsere Ausflüge sind sehr beliebt. Wir bekommen viele positive Rückmeldungen von den Eltern“, stellt Husovic fest. Bei der Fahrt zum Volkspark Mainz hieß es, hinein ins Vergnügen am Wasserspielplatz.
Die Nase kam auch bei verschiedenen Workshops zum Einsatz, beispielsweise beim Basteln von Duftsäckchen, beim Durchqueren eines Geruchsparcours, beim Duftspaziergang durch Raunheim und beim Geruchsquiz. Auf das Verkosten von selbst hergestelltem Speiseeis lautete die interessante Frage: „Schmeckt das Eis auch, wie es riecht?
Fahrrad, Sport und Eis
„Bei den Ferienspielen für die älteren Kinder spielt das Fahrrad eine große Rolle“, hob Husovic den sportlichen Faktor hervor. Am zweiten Tag ging es gleich mal zum Waldschwimmbad nach Rüsselsheim. In der zweiten Woche war der Ostpark in der Nachbarstadt das Ziel. Zum Endspurt führt die letzte Tour die Radlerinnen und Radler sogar nach Mainz, wo es zur Belohnung nach der weiten Strecke ein Eis gab. Auch die Raunheimer Freisportanlage war ein beliebtes Ziel mit tollen sportlichen Aktivitäten.
Sport wurde auch bei anderen Angeboten großgeschrieben, unter anderem bei einem Bewegungsparcours in der Turnhalle der Pestalozzischule, beim Basketball-Turnier und bei Outdoor-Spielen an der Freisportanlage. Nass wurde es bei der großen Wasserschlacht in Anlehnung an die japanische Spielshow Takeshi’s Castle
Zwei Highlights: Volkspark und Lasertag
Für zwei weitere Ausflüge wurde die Bahn genutzt, als es zum Volkspark in Mainz und zum Lasertag in Frankfurt ging. Hier konnten die Kinder in der ersten Woche den Wasserspielplatz für sich einnehmen und sich in der weitläufigen Anlage bewegen, dort konnten sie in der letzten Woche mit Infrarot-Markern Sensoren der Gegenspielerinnen und -spieler oder leuchtende Ziele treffen.
Ferienspiele bei Kindern und Eltern beliebt
Sport, Spannung, Bildung, Erlebnisse, Abenteuer – die Sommerferienspiele sind wie immer attraktiv. „Berufstätige Eltern buchen die Ferienspiele für ihre Kinder, um Betreuung und Bildung zu vereinen “, unterstreicht Husovic. Die Kinder nehmen gerne an den städtischen Ferienspielen teil, treffen dort ihre Schulfreunde und ehemaligen Kindergartenfreunde. „Viele Eltern bedanken sich bei uns für das vielseitige Programm und die gute Organisation“, zieht Sumeja Husovic Bilanz.
Zum Schluss gibt’s einen Film
Am Ende ließen beide Gruppen die Ferienspiele mit einem Film ausklingen. Getrennt voneinander schauten sie sich am Freitag jeweils altersgerechte Filme an.
Bei den Grundschulkindern waren auch die Eltern eingeladen.
