Vier Tage Volksfest am Airport Garden

So war die Raunemer Kerb 2026

Der Kerwebaum steht schnell, der Zapfhahn sitzt sofort

Das war ein Kerweauftakt nach Maß. Das Wetter hielt, es blieb trocken und der kräftige Wind ebbte rechtzeitig zum Stellen des Kerwebaums ab. „Es war ein Unwetter gemeldet worden. Es kam aber keins“, durfte Luis Berenz, im zweiten Jahr Kerwevadder, aufatmen. Die Truppe aus Kerweborsch, Kerwemädels, Altkerweborsch und Altkerwemädels stemmte den 13 Meter hohen Baum dann ohne Probleme mit vereinten Kräften und unter gegenseitiger Anfeuerung. Auch der Fassanstich ging ruckzuck über die Bühne. Bürgermeister David Rendel benötigte nur einen Schlag und das kühle Bier konnte gezapft werden.

Alle haben Bock auf die Raunemer Kerb

„Es ist so schön, es ist so fein, ein Raunemer Kerweborsch zu sein“, sangen die Kerweleute lauthals beim Einzug in das Festzelt. Lina Hitzel von der Raunemer Kerwe Gemeinschaft begrüßte zur Kerb 2026. In launigen Worten kündigte sie an, was in den nächsten Tagen anstand: „lachen, tanzen, quatschen“. Sie dankte allen Teams sowie Helferinnen und Helfern für das Gelingen der Kerb. Ins gleiche Horn blies der Kerwevadder: „Die Kerweborsch, die Kerwemädels, Altkerweborsch, Altkerwemädels, die Raunemer Kerwe Gemeinschaft (RKG), das Kerweteam, wir haben wieder richtig Bock“.

Wichtige Kerwe-Persönlichkeiten

Zunächst wurden die Personen geehrt, die sich für die Kerb besonders ins Zeug legten: Iva Vaasen, Fachdienstleitung Kultur bei der Stadt Raunheim, „Kerwemutti“ Tanja Kranz vom Kerweteam und Alessandra Körner von der RKG. Kerwemudder war in diesem Jahr Kim Schönfelder, Ehrenkerwemädel Tatjana Kohl und Sandra Drumm, Ehrenkerweborsch Paul Eiserle und Kerwewatz Andy „Theke“ Weinfurtner. Um den Holzhammel „Promääähle“ kümmert sich Kerwefuchs Torben Altmann, zum ersten Mal Kerweborsch.


Anerkennung von Bürgermeister Rendel

Unter großem Applaus sagte auch Bürgermeister David Rendel der Kerwegesellschaft Hallo. Er machte darauf aufmerksam, dass die Kerb wie auch 2025 auf ein Jubiläumsjahr falle. Anlässlich 60 Jahren Stadtrechte für die Stadt Raunheim war im Weindorf eine große Skulptur aus der Zahl 60 aufgestellt worden, auf der Momente der vergangenen sechs Jahrzehnte Stadtgeschichte abgebildet waren.

Rendel zollte den an der Kerb beteiligten Gruppen seinen Respekt: „Unsere Raunheimer Kerb lebt – und das ist alles andere als selbstverständlich. Mein großer Dank gilt allen, die mit unglaublich viel Herzblut, Zeit und persönlichem Einsatz dazu beigetragen haben, diese schöne Tradition wieder auf die Beine zu stellen. Euer Engagement zeigt, was Raunheim ausmacht: Gemeinschaft, Zusammenhalt und Menschen, die anpacken, wenn es darauf ankommt. Darauf können wir als Stadt stolz sein!“.

Partynächte im Festzelt

Am späteren Abend herrschte dann Feierlaune im Festzelt. DJ Pat sorgte bei der Malle-Party mit Stimmungsmachern wie „Bella Napoli“, „Baby Bell“ und „Fantasy Girl“ für eine ausgelassene Atmosphäre. Vor Mitternacht begeisterten die Kerweborsch und Kerwemädels mit ihrer Tanzshow. Ihre Choreographie war eine Reise durch die viertägige Kerb mit humorvollen Einlagen, die unter anderem das Eiersammeln und den Frühschoppen thematisierten.

Am Samstagabend füllten dann die „Partyfürsten“ das Zelt. Die achtköpfige Band hatte ein breites Repertoire an Partyhits auf Lager, von „I will survive“ und „Mamma Mia“ über „Cotton Eye Joe“ bis „Aloha Heja He“.



Viele helfende Hände

Die RKG hatte in ihrem zweiten Jahr nicht nur das Programm im Festzelt auf die Beine gestellt, sondern auch wieder die Bewirtung übernommen. Viele Helferinnen und Helfer hatten alle Hände voll zu tun, zapften und reichten gefüllte Becher. Darunter befand sich am Freitag auch Bürgermeister Rendel mit seiner Frau. Draußen an der Biergondel und an der Cocktailbar gab’s vom Kerweteam ebenfalls gekühlte Getränke.

Entspannen im Weindorf

Wer es beschaulicher mochte, ging auf einen Schoppen oder ein Glas Traubensaft ins Weindorf. Der Gesangverein Germania, die Dancing Diamonds von der Sport- und Sängervereinigung, die Freie Jazz Gymnastik, die CDU, WsR, Bündnis 90/Die Grünen und Umma sowie die Raunheimer SPD boten mit ihren Ständen einen Treffpunkt für Jung und Alt.

Von Autoscooter bis Pizza

Ein Magnet waren wie immer auch die Fahrgeschäfte auf dem Festplatz. An Autoscooter, Breakdancer, Jumper, Kinderkarussell und Kinder-Kettenkarussell hatte vor allem das jüngere Kerwepublikum seine Freude. Auch das kulinarische Angebot war breitgefächert. Von Bratwurst über Kässpätzle und Pizza bis hin zu Corn-Dogs und Langos war für jeden Geschmack etwas dabei.



Kerweumzug mit mehreren hundert Beteiligten

Eine Attraktion der Raunemer Kerb ist der traditionelle Umzug am Kerwesonntag. Vom Rathaus aus ging es wie üblich über Ringstraße, Ludwig-Buxbaum-Allee, Römerstraße und Uhlandstraße zum Festplatz. In diesem Jahr hatten sich wieder richtig viele Vereine daran beteiligt: Angeführt von den Kerweborsch und Kerwemädels zog der bunte Lindwurm aus Carneval Club Raunheim, Gewerbeverein, der Boule- und Tanzsportabteilung „Diamonds“ des TSV, Sportverein 07, der Tanzsportabteilung des SSV, Toleranz unter Nationen, Prinzess-Margret-Garde, Sport-Schützengesellschaft Tell, Feuerwehr, DRK und DLRG sowie den Kelsterbacher Kerweborsch durch den südlichen Stadtteil. Das Publikum freute sich dabei auch über das eine oder andere Wurfgeschenk der Zuggruppen.

Tanz und Show im Zelt

Nach dem Kerweumzug ging es im Festzelt sportlich weiter. Der Nachmittag war wie gewohnt den Tanzgruppen der Vereine vorbehalten. Der Carneval Club Raunheim präsentierte seine Minis, das Kinder- und das Teenagerballett, die SSV die Fireflies und die Mini Fireworks, der TSV das Schüler-Duo Hannah Kuchta und Lea Scholz sowie die Prinzess-Margret-Garde in einem gemeinsamen Auftritt ihre Minis, die Rasselbande und die Sunnys. Die Tanzvorführungen erhielten viel Applaus.

Die jüngsten Kerwebesucherinnen und Kerwebesucher wurden nach dem Showprogramm bei der Kinderzeltkerb mit Kinderdisco und Kreativangeboten ebenfalls bestens unterhalten. 

Frühschoppen mit Rührei und Gickelschlagen

Der Kerwemontag startete – wie es die Tradition will – mit dem Frühschoppen, wie gewohnt mit Musik von Hansi sowie Rührei mit und ohne Speck, zubereitet von den Altkerweborsch. Die Eier hatten die Kerweborsch und die Kerwemädels  am Samstag in Raunheimer Haushalten gesammelt. Dann ging’s los mit dem Gickelschlagen. Die Geburtstagskinder Justin Schmidt aus dem Publikum und Stefanie Simon von der RKG sowie Kerwemudder Kim Schönfelder und der Kerwezeltgast Markus Wöhrschimmel übernahmen den Schlegel. Einige zerschlugen den Blumentopf recht schnell, andere mussten ein paar Mal zielen.

Abschied mit Feuerwerk und einer zufriedenen RKG

Am Abend klang die Raunemer Kerb schließlich mit einem 13-minütigen tier- und umweltfreundlichen Feuerwerk aus, musikalisch eingerahmt von bekannten Rocksongs. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher verfolgten die bunte Show vom Festplatz aus am Abendhimmel.

Alessandra Körner, Sprecherin der RKG, zog eine positive Bilanz: „Wir sind mit dem Besuch am Freitag und Samstag zufrieden. Am Sonntag war das Zelt mit den Vereinen gerammelt voll“. Hinter den Kulissen habe es keine Probleme gegeben und die RKG hätte ausreichend Helferinnen und Helfer anwerben können.