34. Regenbogenfahrt der Deutschen Kinderkrebsstiftung

Mut-Mach-Tour für junge Krebspatientinnen und Krebspatienten machte Station in Raunheim

Zuversicht spenden

Auf ihrer Mut-Mach-Tour besuchte die Gruppe krebskranke Kinder und Jugendliche in insgesamt sieben Kliniken, ihre Familien und Unterstützende vor Ort. „Sie schenken ihnen allen Mut, Hoffnung und Zuversicht auf eine gesunde Zukunft“, informiert die Deutsche Kinderkrebsstiftung.

Tückische Krankheit selbst besiegt

Bürgermeister David Rendel hatte für den Empfang seinen Urlaub unterbrochen. „Die eigene schwere Erfahrung zu nehmen und daraus Kraft für andere zu machen, verdient meinen allergrößten Respekt. Wir unterstützen Sie gerne und sind sehr darauf gespannt, Sie kennenzulernen“, betonte er. Im anschließenden Austausch erfuhr er mehr über die Initiative der jährlichen Regenbogenfahrt. „Wir alle können Mut verbreiten, weil wir die Krankheit besiegt haben“, erklärte eine Radlerin.

Die Mitte des Lebens in die Kliniken bringen

Teilnehmerin Annika Sachs dos Santos bedankte sich, dass die Gruppe im Bürgersaal einkehren durfte und hier verpflegt und betreut wurde. „Das war gerade eine beeindruckend schöne Szene, auf dem Rathausplatz in der Mitte Ihrer Kommune, im Herzen der Stadt zu sein“, beschrieb sie den Eindruck ihrer Ankunft. Dies sei auch das, was die Regenbogenfahrt verkörpere. Sie selbst hätten die Krankheit überstanden und seien zurück mitten im Leben. „Unsere Mission ist es, das Mitten-im-Leben-Stehen in die Kliniken zu bringen, denn hier sind Kinder, die aufgrund der Erkrankung aktuell nur eingeschränkt teilhaben können“, sagte sie.

All dies sei nicht möglich ohne Menschen, die sie unterstützten. Sachs dos Santos überreichte Bürgermeister Rendel als Dankeschön ein Foto vom Tourstart am Kasseler Schloss. Der Rathauschef machte deutlich, die Mut-Mach-Tour könne jederzeit wieder in Raunheim Halt machen und auf Unterstützung treffen.

600 Kilometer in acht Tagen

Die Radfahrerinnen und Radfahrer waren am 15. August in Kassel aufgebrochen. Die Optimismus verbreitende Radtour führte sie bis zum 22. August nach Nürnberg. Insgesamt legte die Gruppe an acht Tagen rund 600 Kilometer zurück. Am 17. August war die Gruppe gegen 8.15 Uhr in Gießen gestartet und wollte gegen 17.30 Uhr nach rund 110 Kilometern Mainz erreichen. In Raunheim legten die Teilnehmenden einen Zwischenstopp ein, wo sie sich im Bürgersaal mit Fingerfood stärken und mit Getränken erfrischen konnten. „Wir sind in den Regen gekommen, haben uns Regenjacken übergezogen und sind weitergestrampelt“, berichtete Teilnehmer Constantin Schwarze.

Die Gruppe ließ sich also bei der Radtour von Widrigkeiten nicht aufhalten und spiegelte damit die Haltung der Initiative insgesamt wider: Mut machen und Zuversicht vermitteln.